Geohi

l

Kompetenz in Geothermie

Intro Home Erdwärme System Projekte Presse Kontakt Impressum

Nutzung der Erdwärme

mit dem GEOHIL-System

Um die Energie der Erdkruste zu nutzen, wird eine Bohrung abgeteuft, Filterrohre mit einer GEO-Pumpe eingebaut und eine

Kiesschüttung eingebracht. Das im Erdreich erwärmte Wasser wird durch die Pumpe zirkuliert und im isolierten Thermorohr zur

Oberfläche befördert.

Das erwärmte Wasser wird durch die Nutzung abgekühlt

und durch das Rücklaufrohr wieder eingeleitet.

Thermische Konvektion

Die thermische Konvektion hängt von der hydraulischen Leitfähigkeit des die Bohrung umgebenden Gesteins ab. Sie induziert eine

Fluidbewegung, die sich im engerem Raum um die Energiequelle abspielt. Da dieser Ringraum sehr begrenzt ist, wird die thermische

Konvektion im weiteren Wärmetransportbereich durch die vorgenannte Advektion und Diffusion ersetzt, das heißt, dass der im weiteren

Abstand zur Energiequelle erforderliche Wärmetransport durch diese beiden Wärmeströme gewährleistet wird. Entscheidend ist

jedoch, dass diese thermische Konvektion im engeren Bereich der Energiequelle aktiviert wird.

Um eine solche thermische Konvektion zu aktivieren, benötigt man unbedingt eine offene Bohrung, in welcher diese Konvektion durch

Druckdifferenz zwischen dem zirkulierenden Wasser in der Energiequelle und dem anstehenden Porenwasser im Ringraum der

Energiequelle aktiviert wird. Druckdifferenzen können diese Wirkung nur in einer offenen Energiequelle entfalten. Verrohrt man den

Bereich der Energiequelle, das heißt die Bohrung, kann eine solche thermische Konvektion nicht ausreichend aktiviert werden und der

Wärmetransport zur Energiequelle wird wesentlich eingeschränkt. Der Gewinn ausreichender Endenergie zu einer wirtschaftlichen

Betriebsweise ist nicht möglich.

Die Kenntnis dieser Vorgänge war Ausgangspunkt der Entwicklung des GEOHIL-Systems. Das

GEOHIL-Systems wurde von Beginn an in offener Bohrung betrieben, um die vorgenannten

physikalischen Gegebenheiten optimal zu nutzen.

Nur mit einer solchen Betriebsweise war es möglich, die Temperaturen ausreichend hoch und

den Wärmetransport zur Energiequelle dem Energieentzug gleich zu setzen. Da das GEOHIL-

Systems nur mit Wasser betrieben wird, ist ein Gleichgewicht unbedingt notwendig:

Energieentzug gleich Energienachschub.

Diese Formel muss bei diesem System unbedingt stimmen, sonst würde das System vereisen.

Zur Entwicklung einer technischen Lösung zur Herstellung dieses Gleichgewichts waren

langjährige Versuche notwendig, da bis heute nicht allgemein bekannt ist, wie viel Energie

neben der bekannten konduktiven Wärmeleitung von 2 - 5 W/m/K über Diffusion, Advektion und

Konvektion über das Porenwasser geleitet wird. Diese Werte sind durch langjährige

Messungen ermittelt worden, sodaß die Ergebnisse gemäß den einzelnen Gesteinsarten genau

festgelegt werden konnten.

Bei Einsatz des GEOHIL-Systems liegen die Werte für konduktive und thermische konvektive

Erdwärmeströmung nach heutigen Kenntnissen bei einem Vielfachen der rein konduktiven

Wärmeleitung. Nur diese Kenntnisse machen es möglich, wirtschaftlich Erdenergie nach dem

GEOHIL-System in einer Bohrung zu gewinnen.

Gemessen und ermittelt werden konnten diese Wärmewerte über bivalent-parallel betriebene

Anlagen. Diese Anlagen laufen während der Heizperiode im Dauerbetrieb, 24 Stunden täglich

zur Deckung der Grundlast, da sie nur für einen Teil der Gesamtheitsleistung dimensioniert

sind. Die Jahresbetriebszeiten diese Anlagen betragen den doppelten Wert der klassisch-

monovalenten Heizungsanlagen, nämlich rund 4.000 Betriebsstunden pro Jahr.

Während der Wintermonate kann man Idealmessungen an solchen Anlagen durchführen, da

sich die Temperaturen auf konstante Werte einstellen und die entnommenen Energiemengen

ebenfalls konstant bleiben. Dies macht es möglich, Messreihen aufzubauen, die die genannten

Werte bestätigen und nachweisen. Die hier vorgestellten Erkenntnisse sind in allen mehr als

400 Energiequellen nachweisbar.

Diese Ergebnisse mussten über Jahre kontrolliert werden, da bei einem wassergetriebenen System bei 0 °C, das Einfrieren beginnt

und wenn diese Energiemengen nicht geflossen wären, eine kontinuierliche Betriebsweise über 25 Jahren nicht möglich gewesen

wäre. Das gesamte Ergebnis bestätigte die vorgemachten Äußerungen.

Das GEOHIL-System hat mit der Vielzahl der gebauten Anlagen seine Funktionsweise in einem dauerhaften Betrieb mit hoher

Betriebssicherheit, mit optimaler Funktionalität und mit geringstem Wartungsaufwand über 25 Jahre nachgewiesen. Es ist eine der

wirtschaftlichsten technischen Möglichkeiten geothermische Anlagen erfolgreich zu betreiben.